Diese Woche findet die dritte Verhandlungsrunde für den BABE-Kollektivvertrag statt. Der gilt für Beschäftigte in privaten Bildungseinrichtungen, die hauptsächlich Personen bei Qualifizierungen und Umschulungen unterstützen. Nach den enttäuschenden Abschlüssen in der Sozialwirtschaft (SWÖ) wollen die Arbeitgeber*innen auch hier gerade einmal 2 % Erhöhung bieten. In Wahrheit geht’s hier also um Lohnkürzungen, weil die Inflation darüber liegt.
Wir sind gewohnt, dass die Abschlüsse im BABE unter dem Durchschnitt der Kollektivverträge liegen. Nicht nur deshalb unterstützen wir, dass die Betriebsrät*innen und Vertreter*innen von Gewerkschaften mit großer Mehrheit diese Angebote abgelehnt haben. Ihre Forderung von 4 % ist eigentlich ein Minimum. Und die Beschäftigten haben schon bei den Warnstreiks 2023 gezeigt, dass sie zum Kämpfen bereit sind. Warnstreiks wie damals sind das Mindeste, solange die Gegenseite nicht bereit ist, die Arbeit der Beschäftigten angemessen zu bezahlen.
Wir von SoWi_So unterstützen die Forderungen der Gewerkschaften und rufen sie auf, wirklich dafür einzustehen:
- Erhöhung der Gehälter um mindestens 4 % plus Mindestbetrag für niedrige Gehaltsstufen
- Anhebung aller Beschäftigten im Verwendungsbereich 4a in den VB 5
- Ausweitung der Vor- und Nachbereitungszeit für Unterrichtende
- Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohnausgleich
- stärkere Anrechnung von Vordienstzeiten
Am besten könnten wir das durchsetzen, wenn die Beschäftigten selbst über das Verhandlungsergebnis abstimmen dürften und wenn sie sich kämpferisch zeigen und eines klarmachen: WIR SIND STREIKBEREIT!


